Ein kleines Land mit großem Appetit
Luxemburg liegt dort, wo deutsche, französische und belgische Küche aufeinandertreffen, und seine Speisen spiegeln das wider. Das Ergebnis ist eine reichhaltige, wohltuende Küche rund um Schweinefleisch, Flussfisch, Kartoffeln und ausgezeichneten heimischen Wein. Die Portionen sind großzügig und Mahlzeiten werden ernst genommen.
Typische Gerichte, die man probieren sollte
- Judd mat Gaardebounen – das inoffizielle Nationalgericht: geräucherter Schweinenacken, geschmort und mit dicken Bohnen in einer Sahnesoße serviert, meist mit Salzkartoffeln.
- Bouneschlupp – eine dicke grüne Bohnensuppe mit Kartoffeln und Speck, purer Seelentrost.
- Gromperekichelcher – knusprige, frittierte Kartoffelpuffer mit Zwiebeln und Petersilie, ein fester Bestandteil von Festen und Märkten.
- Friture de la Moselle – kleine gebratene Flussfische, die man handweise mit Zitrone entlang des Moseltals isst.
- Kachkeis (Cancoillotte) – ein weicher, flüssiger Kochkäse, aufs Brot gestrichen, oft mit Senf.
- Quetschentaart – Zwetschgenkuchen, der im Spätsommer überall auftaucht.
Streetfood und schnelle Happen
Marktplätze wie die Place Guillaume II in Luxemburg-Stadt beherbergen Stände, die Gromperekichelcher und Würste verkaufen. Der zweimal jährlich stattfindende Jahrmarkt Schueberfouer (Spätsommer) ist der beste Ort, um Kartoffelpuffer, Gebrannte Mandelen (geröstete Mandeln) und mit Nutella gefüllte Leckereien zu essen. Bäckereien verkaufen Bretzel, besonders rund um den Bretzelsonndeg (Brezelsonntag) in der Fastenzeit.
Was man trinken sollte
- Moselweine – Luxemburgs Stolz. Halten Sie Ausschau nach Riesling, Pinot Gris, Auxerrois und dem prickelnden Crémant de Luxembourg. Besuchen Sie Weinkeller in Remich, Grevenmacher oder Wormeldange.
- Lokales Bier – Bofferding, Diekirch und Mousel sind die alltäglichen Marken.
- Eppelflapp – Apfelschaumwein, eine leichtere lokale Option.
- Die Kaffeekultur ist stark ausgeprägt; ein Kaffisstuff-Halt am Vormittag ist ganz normal.
Praktische Tipps zum Essen
- Viele Küchen schließen zwischen Mittagessen (etwa 14:00 Uhr) und Abendessen (ab 18:30 Uhr), planen Sie also rund um die Servicezeiten.
- Trinkgeld ist nicht verpflichtend; Aufrunden oder 5–10 Prozent für guten Service werden geschätzt.
- Leitungswasser ist ausgezeichnet und sicher, aber Restaurants bringen möglicherweise Flaschenwasser, wenn Sie nicht danach fragen.
- Sonntags und montags sind viele Restaurants geschlossen, besonders außerhalb der Hauptstadt.
- Reservieren Sie im Voraus für Abendessen am Wochenende, besonders in den Vierteln Grund und Clausen.
- Ein einfaches Moien (Hallo) und Merci (Danke) auf Luxemburgisch bewirkt viel.
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