Gastfreundschaft ist das Herz Jordaniens
Die Jordanier sind für ihre Großzügigkeit bekannt, und die beduinische Tradition, Fremde willkommen zu heißen, ist tief verwurzelt. Wenn Sie ein Zuhause besuchen, wird man Ihnen fast sofort Tee, qahwa (Kardamomkaffee) oder Essen anbieten. Eine direkte Ablehnung kann unhöflich wirken, nehmen Sie also zumindest ein wenig an. Der Ausdruck, den Sie ständig hören werden, ist ahlan wa sahlan (willkommen).
Begrüßungen und gesellschaftliche Etikette
- Die übliche Begrüßung ist as-salaamu alaykum (Friede sei mit dir); antworten Sie mit wa alaykum as-salaam.
- Geben Sie die Hand mit der rechten Hand. Männer sollten abwarten, ob eine Frau zuerst ihre Hand ausstreckt; manche Frauen legen stattdessen lieber eine Hand aufs Herz.
- Freunde des gleichen Geschlechts begrüßen sich oft mit Wangenküssen, meist beginnend auf der rechten Seite.
- Verwenden Sie zum Essen, Geben und Nehmen die rechte Hand; die linke gilt als unrein.
Das Kaffeeritual
Das Servieren kleiner Tassen bitteren qahwa sada ist eine Ehrengeste, besonders bei beduinischen Gastgebern im Wadi Rum oder in Petra. Halten Sie die Tasse in der rechten Hand. Wenn Sie genug hatten, schwenken Sie die Tasse beim Zurückgeben leicht hin und her, sonst schenkt der Gastgeber immer wieder nach.
Kleidung und Verhalten
- Jordanien ist im Vergleich zur Golfregion entspannt, doch dezente Kleidung wird geschätzt. Bedecken Sie Schultern und Knie, besonders an religiösen Stätten und in konservativen Orten.
- Frauen sollten ein Tuch mitführen, um beim Betreten von Moscheen wie der König-Abdullah-I.-Moschee in Amman den Kopf zu bedecken.
- Öffentliche Zärtlichkeiten sollten Sie besser vermeiden.
- Während des Ramadan sollten Sie tagsüber in der Öffentlichkeit nicht essen, trinken oder rauchen.
Was man tun und lassen sollte
- Fragen Sie, bevor Sie Menschen fotografieren, insbesondere Frauen und beduinische Ältere.
- Ziehen Sie die Schuhe aus, wenn Sie ein Zuhause oder eine Moschee betreten.
- Richten Sie die Fußsohle nicht auf jemanden und steigen Sie nicht über Essen.
- Sprechen Sie nicht über die regionale Politik zu Israel oder Flüchtlingen, es sei denn, Ihr Gastgeber bringt das Thema auf.
- Nehmen Sie Einladungen herzlich an; ein gemeinsames mansaf-Mahl (Lamm mit Jameed-Joghurt auf Reis) ist eine große Ehre und wird traditionell mit der rechten Hand gegessen.
Trinkgeldregeln
Trinkgeld, vor Ort als baksheesh bekannt, ist üblich und wird geschätzt.
- Restaurants: Manchmal wird ein Servicezuschlag berechnet; andernfalls lassen Sie rund 10 Prozent.
- Taxis: Runden Sie den Fahrpreis auf den nächsten Dinar auf.
- Hotelpagen und Zimmerservice: 1 JOD ist großzügig.
- Guides in Petra und im Wadi Rum oder beduinische Fahrer: ein paar Dinar pro Person für ein gutes Erlebnis.
- Toilettenpersonal in öffentlichen Anlagen: ein paar kleine Münzen.
Die Währung ist der jordanische Dinar (JOD), und kleine Scheine sind praktisch für Trinkgelder.
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