Eine Kultur der Herzlichkeit und Gastfreundschaft
Der Libanon ist berühmt für seine Großzügigkeit. Gastfreundschaft, karam, ist eine Frage der Ehre, und Gäste werden fast wie Familie behandelt. Wenn Sie ein libanesisches Zuhause besuchen, erwarten Sie endlosen Kaffee, Süßigkeiten und Essen. Alles abzulehnen kann unhöflich wirken, nehmen Sie also zumindest ein wenig an.
Das Land vereint arabische, mediterrane und französische Einflüsse, mit 18 offiziellen Religionsgemeinschaften, die Seite an Seite leben. Diese Vielfalt prägt das tägliche Leben in Beirut, Tripoli, Byblos und den Bergdörfern.
Begrüßungen und soziale Etikette
- Unter Freunden und Familie ist ein leichter Kuss auf die Wange (meist drei, abwechselnd) normal. Zwischen neuen Bekannten ist ein Händedruck sicherer.
- Viele konservative oder religiöse Menschen, besonders Frauen, geben dem anderen Geschlecht möglicherweise nicht die Hand. Lassen Sie sie zuerst anbieten.
- Gängige Begrüßungen: marhaba (hallo), kifak/kifik (wie geht es dir, zu einem Mann/einer Frau) sowie das französische bonjour und merci, die ständig verwendet werden.
- Libanesen wechseln oft mitten im Satz zwischen Arabisch, Französisch und Englisch.
Verhaltensregeln: Was man tun und lassen sollte
- Kleiden Sie sich elegant. Libanesen nehmen das Erscheinungsbild ernst, besonders im Beiruter Nachtleben und in Restaurants.
- Bedecken Sie Schultern und Knie, wenn Sie Moscheen oder Kirchen besuchen. Frauen sollten ein Tuch mitführen.
- Sprechen Sie nicht über Politik, Religion oder den Bürgerkrieg, es sei denn, Einheimische bringen es zuerst zur Sprache. Das sind heikle Themen.
- Fotografieren Sie keine militärischen Anlagen, Kontrollpunkte oder Soldaten.
- Nehmen Sie Kaffee oder Tee an, wenn er angeboten wird; das besiegelt das Wohlwollen.
- Wundern Sie sich nicht über spielerische Streitereien darüber, wer die Rechnung zahlt. Anzubieten zu zahlen ist höflich; zu hartnäckig darauf zu bestehen kann nach hinten losgehen.
Tischsitten
Mahlzeiten sind gesellige Marathons. Mezze, Dutzende kleiner geteilter Teller wie Hummus, Tabbouleh und Kibbeh, sind zum Verweilen gedacht. Verwenden Sie Brot zum Auftunken, essen Sie mit der rechten Hand und teilen Sie sich Ihr Tempo ein, denn es kommt immer noch mehr Essen. Ein geteilter Arak (Anisschnaps) mit Eis und Wasser begleitet häufig die Tafel.
Trinkgeld-Gepflogenheiten
- Restaurants schlagen oft eine Servicegebühr von 10 Prozent auf, doch die erreicht nicht immer das Personal, weshalb zusätzliche 5 bis 10 Prozent in bar geschätzt werden.
- Geben Sie Parkeinweisern und Hotelpagen ein paar US-Dollar Trinkgeld; Bargeld, oft in USD, ist weit verbreitet.
- Runden Sie bei Taxifahrern auf, statt einen festen Prozentsatz zu geben.
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