Ein kleines Land mit drei Sprachen
Luxemburg ist eine der mehrsprachigsten Gesellschaften Europas. Luxemburgisch (Lëtzebuergesch) ist die Nationalsprache, während Französisch in Verwaltung und Restaurants verwendet wird und Deutsch in Zeitungen und Geschäften erscheint. In der Hauptstadt wird weithin Englisch gesprochen. Ein einfaches Moien (Hallo) bewirkt viel und wird immer geschätzt.
Begrüßungen und der erste Eindruck
- Ein fester Händedruck mit Blickkontakt ist üblich, wenn man jemanden zum ersten Mal trifft.
- Unter Freunden und engen Bekannten sind drei leichte Wangenküsse (beginnend links) verbreitet.
- Verwenden Sie die höfliche Anrede (Monsieur, Madame oder das deutsche Herr/Frau), bis man Sie einlädt, zum Vornamen überzugehen.
- Pünktlichkeit ist wichtig. Pünktliches Erscheinen zu Terminen und Abendessen ist ein Zeichen des Respekts.
Was man tun und lassen sollte
- Kleiden Sie sich gepflegt. Luxemburger sind eher zurückhaltend, aber gut gekleidet.
- Bringen Sie Blumen, Wein oder Pralinen mit, wenn Sie zu jemandem nach Hause eingeladen sind.
- Sprechen Sie nicht über das Gehalt einer Person und gehen Sie nicht davon aus, dass es im Land nur um das Bankwesen geht.
- Verwechseln Sie Luxemburg nicht mit seinen größeren Nachbarn Frankreich, Deutschland oder Belgien.
- Seien Sie nicht laut in öffentlichen Verkehrsmitteln, die landesweit kostenlos sind.
Tischsitten
Halten Sie beide Hände sichtbar auf dem Tisch, warten Sie auf Gudden Appetit, bevor Sie essen, und probieren Sie lokale Spezialitäten wie Judd mat Gaardebounen (geräuchertes Schweinefleisch mit dicken Bohnen) oder Gromperekichelcher (Kartoffelpuffer). In einer Stuff oder Brasserie zahlt in der Regel der einladende Gastgeber.
Trinkgeldregeln
Der Service ist gesetzlich inbegriffen, daher fällt das Trinkgeld bescheiden aus. Das Aufrunden der Rechnung oder 5 bis 10 Prozent für guten Service zu geben, gilt als großzügig. In einem Café ist es üblich, das Kleingeld zu belassen. Bei Taxis rundet man auf den nächsten Euro oder zwei auf. Hotelpagen freuen sich über ein bis zwei Euro pro Gepäckstück.
Traditionen und Feste
- Schueberfouer: ein riesiger Jahrmarkt in der Hauptstadt jeden Spätsommer, der bis ins Jahr 1340 zurückreicht.
- Éimaischen: ein Töpfermarkt am Ostermontag in Nospelt, berühmt für pfeifende Vogelfiguren namens Péckvillchen.
- Bretzelsonndeg: Männer schenken ihren Liebsten am vierten Fastensonntag Brezeln.
- Nationalfeiertag am 23. Juni, mit Feuerwerk und einem Fackelumzug zu Ehren des Großherzogs.
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