Eine Kultur, geprägt von Glaube und Familie
Kambodscha ist überwiegend theravada-buddhistisch, und Respekt, Gelassenheit und das Wahren des Gesichts prägen den Alltag. Die Khmer sind für ihre Herzlichkeit bekannt, doch ein wenig Fingerspitzengefühl hilft ungemein – ob in Phnom Penh, Siem Reap oder bei einer Übernachtung in einem Dorf nahe Battambang.
Der Sampeah-Gruß
Der traditionelle Gruß ist der Sampeah: Die Handflächen werden in Form einer Lotusknospe aneinandergelegt, begleitet von einer leichten Verbeugung. Je höher die Hände, desto mehr Respekt wird gezeigt.
- Auf Brusthöhe für Freunde und Gleichgestellte
- Auf Mund- oder Nasenhöhe für ältere Menschen
- Auf Stirnhöhe für Mönche und die ranghöchsten Personen
Ein einfaches „Sok sabai te?“ (Wie geht es Ihnen?) ist immer willkommen. Viele Khmer bieten Ausländern einen Handschlag an, doch ein erwiderter Sampeah wird sehr geschätzt.
Etikette in Tempeln und gegenüber Mönchen
Angkor Wat und andere Tempel sind aktive heilige Stätten.
- Bedecken Sie Schultern und Knie; tragen Sie einen Schal oder Sarong bei sich
- Ziehen Sie Schuhe und Kopfbedeckungen aus, bevor Sie Schreine betreten
- Frauen dürfen einen Mönch niemals berühren oder ihm etwas direkt in die Hand geben
- Sitzen Sie mit angezogenen Füßen und richten Sie diese niemals auf ein Buddha-Bildnis
Das sollten Sie tun und lassen
- Tun Sie es: Verwenden Sie beide Hände, um Geld, Geschenke und Visitenkarten zu geben oder anzunehmen
- Tun Sie es: Fragen Sie um Erlaubnis, bevor Sie Menschen fotografieren, besonders Mönche und an religiösen Stätten
- Lassen Sie es: Berühren Sie niemandem den Kopf – den heiligsten Teil des Körpers
- Lassen Sie es: Zeigen Sie nicht mit dem Fuß und kehren Sie niemandem die Schuhsohle zu
- Lassen Sie es: Erheben Sie nicht die Stimme und zeigen Sie keinen Ärger; Gelassenheit verdient Respekt
- Lassen Sie es: Verhalten Sie sich in der Öffentlichkeit nicht laut oder überschwänglich zärtlich
Trinkgeld und Geld
Trinkgeld ist nicht verpflichtend, wird in touristischen Gegenden mit sehr niedrigen Löhnen aber zunehmend erwartet.
- Restaurants: Runden Sie auf oder geben Sie 5 bis 10 Prozent
- Tuk-Tuk- und Remork-Fahrer: 1 bis 2 US-Dollar für eine gute Fahrt
- Hotelpersonal und Reiseführer: Ein paar Dollar pro Tag gelten als großzügig
- US-Dollar werden überall akzeptiert; Kleingeld erhalten Sie in kambodschanischen Riel zurück
Tischsitten
Mahlzeiten werden aus gemeinsamen Schüsseln geteilt. Warten Sie, bis die Ältesten beginnen, bedienen Sie andere vor sich selbst und legen Sie Löffel und Gabel zum Schluss zusammen ab. Ein leises Aufstoßen oder ein voller Teller ist in Ordnung, aber stecken Sie Stäbchen niemals aufrecht in den Reis – das erinnert an Trauergaben.
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