Wie sicher ist Belgien?
Belgien gehört zu den sichereren Ländern Europas. Gewaltverbrechen gegen Touristen sind selten, und Städte wie Brügge, Gent und Antwerpen wirken selbst nachts entspannt. Das Hauptrisiko ist Kleinkriminalität, vor allem an belebten Touristenorten und in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Häufige Betrugsmaschen, auf die du achten solltest
- Taschendiebstahl rund um den Brüsseler Grand-Place, den Manneken Pis sowie in vollen Trams und Metrolinien. Halte Taschen geschlossen und vor dir.
- Diebstahl am Bahnhof in Brüssel-Midi (Bruxelles-Zuid), dem größten Brennpunkt der Stadt. Behalte dein Gepäck auf den Bahnsteigen im Auge und lass Taschen nie unbeaufsichtigt.
- Falsche Unterschriftensammlungen und „Goldring“-Tricks nahe touristischen Sehenswürdigkeiten, bei denen dich jemand ablenkt, während ein Komplize deine Brieftasche schnappt.
- Überteuerte Taxis vom Flughafen. Nutze die offiziellen Taxistände am Flughafen Brüssel oder Apps wie Uber oder Bolt; eine Fahrt vom Flughafen ins Zentrum kostet rund 45 Euro.
- Skimming an Geldautomaten – nutze Automaten in Banken und verdecke deine PIN.
Gegenden, in denen etwas Vorsicht geboten ist
Der größte Teil Belgiens lässt sich problemlos begehen. Sei spätnachts mit normaler Vorsicht rund um den Bahnhof Brüssel-Midi, in Teilen von Anderlecht, im Umfeld des Gare du Nord und im Bahnhofsviertel von Antwerpen. Das sind keine No-go-Zonen, sondern nur Orte, an denen du nach Einbruch der Dunkelheit wachsam bleiben und leere Seitenstraßen nicht allein durchqueren solltest.
Praktische Sicherheitsgewohnheiten
- Belgien hat drei Sprachen – Französisch (Brüssel, Wallonien), Niederländisch (Flandern) und Deutsch (Osten). Eine freundliche Begrüßung in der Landessprache bewirkt viel.
- Leitungswasser ist überall unbedenklich zu trinken.
- Radwege gibt es in Flandern überall; schau vor dem Überqueren in beide Richtungen nach schnellen Radfahrern.
- Trag etwas Bargeld bei dir – kleine Cafés und Frituren (Pommesbuden) nehmen womöglich keine Karten.
- Demonstrationen sperren gelegentlich zentrale Brüsseler Straßen; geh einfach außen herum.
Notrufnummern
- 112 – die einheitliche europäische Nummer für Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr. Die Mitarbeitenden sprechen mehrere Sprachen.
- 101 – Polizei (nicht lebensbedrohliche Fälle).
- 112-App – kostenlose offizielle App, die deinen GPS-Standort an die Einsatzkräfte übermittelt.
- 070 245 245 – Antigiftzentrum.
Speichere die Adresse deiner Unterkunft und den Kontakt deiner Botschaft im Handy und bewahre ein Foto deines Reisepasses auf.
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